Home is where your heart is: Dresden

Knapp ein Jahr ist es jetzt her: ich habe die Stadt, in die ich mich in den 3 Jahren zuvor so verliebt habe, verlassen. „Warum ziehst du aus Dresden weg? Es ist doch so schön da und du hast wunderbare Leute um dich“, wurde ich gefragt. Und ja, das ist eine gute Frage. Aber ich hatte noch so viel vor mir, so viele Orte, an denen ich wohnen wollte, Erfahrungen, die ich sammeln wollte. Eigentlich bin ich auch noch gar nicht an diesem Punkt angekommen, dass ich an einem Ort meinen Lebensmittelpunkt aufbauen möchte.

Und so stand Mitte letzten Jahres meine Entscheidung fest: Ende Oktober, kurz bevor es für 3 Monate nach Asien geht, ziehe ich in Dresden aus – packe meine Sachen, verkaufe meine Möbel und drehe der Stadt, die mir so viele Glücksmomente beschert hat, den Rücken zu.


August 2012. Frischgebackene Abiturientin und doch nicht so den richtigen Plan, was genau ich aus meinem Leben machen möchte. Ausland? Hm, nee. Studieren? Ja! Aber was? Für meinen eigentlichen Wunsch Psychologie war mein Abi zu schlecht. Mhm, ich bewerbe mich einfach mal auf Kommunikationswissenschaften. Soziologie sieht ja auch ganz spannend aus. Und wo? Egal, hauptsache erstmal in eine große Stadt. Köln, Bremen und Dresden standen nach dem Bewerbungsverfahren zur Auswahl. Meine Entscheidung fiel aus dem Bauch heraus auf Dresden. Und diese Entscheidung sollte sich als wunderbar entpuppen.

Mit Sack und Pack kam ich dann im Oktober 2012 in meine erste eigene Wohnung. Und lernte neben dieser tollen Stadt einige wunderbare Menschen kennen. (Muriel, kannst du dich noch an unseren ersten gemeinsamen Abend mit König der Löwen und Glühwein (natürlich mit Glühwein) erinnern?) Nach gut einem Jahr musste ich dann aber relativ schnell feststellen, dass mir das Alleinwohnen als Student doch nicht so gut gefiel, suchte mir Hals über Kopf eine WG und erwischte den Sechser im Lotto. Neben einer wunderbaren Gemeinschaft und unzähligen schönen Abenden fand ich hier Menschen, die sich anfühlten, als seien sie Geschwister. Wir grillten an der Elbe, spielten Halli-Galli, saßen an lauen Sommerabenden angeschwipst auf dem Dach und hatten eine unvergessliche Zeit. 

Es war diese Zeit, die ich mir im Kopf immer ausgemalt habe, wenn ich ans Studieren gedacht habe. Diese Freiheit, wenn man nachts zu zweit auf dem Fahrrad an der Elbe entlang fuhr. Die Unbeschwertheit, wenn man nach dem Abendessen noch stundenlang in der WG-Küche saß und über Gott und die Welt redete. Die Leichtigkeit, wenn man Samstagmorgen nach einer Partynacht verkatert nebeneinander im Bett lag und die Erinnerungen zusammengepuzzelt hat.

Wenn ich nun an diese Zeit zurück denke, bin ich dankbar für alle Erfahrungen, die ich sammeln konnte und werde für immer einen kleinen Platz in meinem Herzen haben für diese Stadt und ihre einzigartigen Menschen.

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