Be the softest version of yourself

Heute haben wir Nikolaus, den 6. Dezember 2016, und ich finde, das ist eine ziemlich gute Gelegenheit, um Liebe zu versprühen.

Wie oft möchten wir einem anderen Menschen etwas Liebes sagen oder etwas Gutes tun und lassen es dann doch sein, weil es einfach nicht normal ist?

Und wie oft konkurrieren wir mit Kolleginnen oder mit der hübschen Freundin, anstatt ihnen einfach mal zu sagen, wie toll sie sind?


Ich habe mich in der Vergangenheit oft nicht ganz zugehörig gefühlt. Solange ich mit Menschen allein bin, ist alles okay. In großen Gruppen fühle ich mich aber doch oft fehl am Platz. Vielleicht, weil ich von Natur aus nicht so eine große Schnauze habe und mir lockere Sprüche immer erst viel zu spät einfallen. Vielleicht aber auch, weil ich schlecht im Profilieren bin.

So oft habe ich den Fehler bei mir selbst gesucht. „Was ist mit mir falsch, dass ich nicht zu den Gruppen gehöre?“ „Ich muss cooler werden.“ „Ich muss lauter werden.“ Dieses unter Druck setzen führte am Ende aber nur dazu, dass ich noch unglücklicher wurde.


Aber vielleicht habe ich den Leuten um mich herum auch unrecht getan? Hatte immer den Eindruck, dass sie so cool sind. Oder dass sie oberflächlich sind. Und dass sie es böse meinen. Aber wer sagt mir das? 

Oft ist dieses Profilieren ja auch nur ein Zeichen von Unsicherheit. Laut sein bedeutet nicht, dass man seiner selbst sicher ist. Es ist eine gute Möglichkeit, Zweifel zu überspielen.


Doch warum tun wir das? Warum wollen wir stärker scheinen als wir sind und warum sagen wir nicht mal etwas Nettes, nur weil wir Angst haben, dass der Andere es nicht zurückgibt oder falsch versteht?

Ich habe noch nie die Erfahrung gemacht, dass sich jemand nicht gefreut hat, wenn man ihm ein Kompliment gemacht hat oder eine Aufmerksamkeit geschenkt hat.


Kennst du den Dankbarkeits-Adventskalender? Eine super schöne Idee! Gestern gab es die Aufgabe, einen Post-it zu schreiben. Deinem Partner, deiner Mitbewohnerin oder deinem Kollegen. Es stimmt, dass man sich erstmal überwinden muss.

Ich habe es heute Morgen umgesetzt und ein paar Post-its verteilt. Und nur strahlende Gesichter geerntet.


Vorhin wurde ich von meiner besten Freundin auf einem Facebook-Bild verlinkt. „Heart to heart conversations are the best to me. Everyone’s vulnerable. Vulnerability attracts honesty, honesty attracts soul connections.“ Und es ist wirklich so: wenn du dich traust und dich gegenüber deinen Mitmenschen öffnest, dann sind sie vielleicht im ersten Moment baff. Weil sie es nicht gewohnt sind. Früher oder später baust du aber eine viel tiefere Bindung zu ihnen auf.


Und auch auf andere Bereiche lässt sich das übertragen: gib ruhig zu, dass du unsicher bist.

Ich bin ja einer dieser Menschen, die sich alle englischen Sätze vorher im Kopf zurecht legen, weil sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen. Und wenn ich dann im Englischkurs spontan drangenommen werde, fehlen mir die Worte. Das war schon so oft so unangenehm!

Letzte Woche habe ich dann einfach mal laut zugegeben, dass ich unsicher bin, und dass mir die Wörter fehlen. Und das war ein so erleichterndes Gefühl.

Man muss nicht immer stark sein! Schenke Menschen deine Unsicherheit und sie schenken dir Liebe.


(Dieser Post ist übrigens aus dem Bauch heraus entstanden, daher kann man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Dafür sind es meine unzensierten Gedanken.)

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