Obertilliach, das Paradies auf Erden

Hej ihr Lieben,

wie bereits angesprochen, war ich letzte Woche im Skiurlaub und ich möchte auch gern nochmal etwas genauer davon erzählen, da ich diesen Wohlfühlort wirklich nur weiterempfehlen kann. 


2006 fuhr ich das erste Mal mit meinen Eltern nach Obertilliach. Mein Papa, der gut 30 Jahre vorher schon einmal da war, hatte sich an diesen Urlaubsort seiner Kindheit erinnert und wollte uns zeigen, wo er damals seinen Sommer verbracht hatte.

Es ist genau so, wie man sich ein österreichisches Dorf ausmalt: die Baumaterialen sind regionale – die kleinen Häuser geschmückt vom Holz. In der Luft liegt der Geruch von Heu, gepaart mit wunderbar winterlicher Frischluft. Bei einem kleinen Spaziergang am Abend durchkreuzt man die Gassen, die steil und keineswegs gleichmäßig sind. Es ist so unperfekt perfekt.

Auch 1972 fuhr mein Papa schon zum Gasthof Unterwöger. Und wir nun seit 2006.

Das letzte Mal, bevor wir dieses Jahr wieder hinfuhren, war ich 2012 dort. Und natürlich habe ich als Kind und Jugendliche dieses Paradies noch nicht so sehr wahrgenommen – diesmal umso mehr.

Wir kamen letzten Samstag dort an. 3 Stunden Schlaf in der vorherigen Nacht und 10 Stunden Fahrt hatten mich ganz schön erschöpft – und doch war ich unendlich glücklich, als wir den bekannten Gasthof erreichten. Wir wurden direkt mit Freude empfangen und bekamen, obwohl wir das gar nicht gebucht hatten, ein Zimmer mit Balkon – mit Blick auf die Berge. Vor gut 5 Jahren wurde der Gasthof um ein Gebäude erweitert und dort durften wir nächtigen. Das Zimmer war, genauso wie der Ausblick, ein Traum.

Nachdem es am ersten Abend relativ früh ins Bett ging, nutzten wir am Sonntag nach einem ausgiebigen Frühstück die Sonne und gingen eine Runde im Tal laufen. Danach ging es ab in die Sauna und dann zum Essen. So ein Tag ist das Paradies. 

Man muss dazu sagen, dass es dort eine eigene Viehzucht gibt und beim Essen ausschließlich regionale Spezialitäten verwendet werden – und so schmeckt es auch. Nirgendwo hab ich jemals eine Woche lang so gut gegessen.

Als wir dann am zweiten Abend nach dem Essen noch eine Runde spazieren wollten, sprachen uns drei Einheimische an – und luden uns ein, an der Theke mit ihnen zu sitzen.
Die letzten Jahre, die wir dort waren, hatten wir nie groß mit den Einheimischen zu tun. Wir hatten uns trotzdem immer gut aufgehoben gefühlt. Was aber an diesem Abend passierte, das war wundervoll: nachdem wir einige österreichische Schnäpse kennenlernten, zogen wir weiter in die Weberstube. Maria, die Besitzerin, kannten wir bereits und so gab es ein tolles Wiedersehen. Wir wurden direkt an den großen Tisch eingeladen und lernten schnell ein paar weitere Einheimische plus eine Reisegruppe, die so wie wir mit dem Obertilliach-Fieber angesteckt ist, kennen. Neben einer großen Erzählrunde wurde musiziert – mit Unterstützung einer Steirischen – wer wie mein Papa davon noch nichts gehört hat, das ist eine Ziehharmonika 😁 – gesungen. Traditionelle, österreichische Lieder. Ich sag euch, die Österreicher können singen, das ist der Wahnsinn! 

Auf jeden Fall ging der Abend noch schön lang und wirklich, es war Glück pur.

Die nächsten Tage fuhren wir jeden Tag Ski – nein, keine Abfahrt, sondern Langlauf. Und nein, das ist nicht langweilig ☺

Außerdem besuchten wir einige schöne Orte in der Umgebung: Lienz, San Candido, Silian, den Misurinasee. Ein Traum.

Ich kann euch nur sagen: fahrt dorthin. Eine Woche, und ihr könnt so gut auftanken.

Wir kommen spätestens nächsten Winter wieder 🙂

 

acec5-img_9411


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s