Volunteering, Stellenbosch & Happiness

Hi ihr Lieben,

unglaublicher Weise ist nun schon Mai und die Hälfte meiner Zeit in Südafrika ist rum. Allerhöchste Eisenbahn mal wieder einen kleinen Zwischenbericht zu liefern!

Ich kann euch nicht sagen, wie sehr ich dieses Leben hier liebe. Alles ist so einfach. Die tägliche Sonne, das Meer, das ganze gute Essen und die ganzen wundervollen Menschen, die ich bereits kennengelernt habe, machen diese Zeit zu einer der schönsten in meinem bisherigen Leben!

Seit letzter Woche helfe ich mit ein paar anderen Volunteers bei einem Projekt aus, das behinderten Kindern hilft, surfen zu lernen. Heute Vormittag waren wir nach einer eigenen Surfsession für ein paar Stunden mit einem Jungen im Meer – es war wundervoll zu sehen, wie glücklich er war!

Die letzten Tage habe ich in Stellenbosch verbracht. Irgendwie hat mich letztes Wochenende der Drang eingeholt, mal einen anderen Fleck Südafrika zu erkunden und so habe ich mich am Mittwochmorgen mit dem Zug auf den Weg in die bekannte Weingegend gemacht. Eigentlich wird einem als Reisender empfohlen, den Zug eher zu meiden, allerdings habe ich noch Niemanden kennengelernt, dem etwas Schlechtes passiert ist und habe selber nur gute Erfahrungen gemacht, weshalb ich mich dafür entschieden habe – zudem ist der Zug hundert Mal günstiger als Taxis oder Busse.

Dennoch haben die südafrikanischen Züge es nicht so mit der Pünktlichkeit und so brauchte ich anstatt gut eineinhalb Stunden mal eben vier (!), bis ich Stellenbosch erreichte. Dort erwartete mich dann aber ein wunderschöner, sonniger Nachmittag und nachdem ich im Hostel eingecheckt hatte, habe ich mich auf Anraten eines Hostelmitarbeiters auf den Weg zum Café „Bohemian“ gemacht – er sagte mir, dass sich dort wohl alle Einheimischen rumtreiben würden. Die Speisekarte gab allerdings außer Burger, Pizza, Bier und Longdrinks nicht viel her und so gab es um 15 Uhr mein erstes Bier und einen Burger. Danach begab ich mich zurück ins Hostel, um einen kleinen Nap einzulegen (den ich dringend brauchte), bevor es abends nochmal losging.

So sicher ich mich bisher hier auch gefühlt hatte, so seltsam fühlte ich mich nach diesem Abend. Ich hatte mich mit zwei, drei Einheimischen unterhalten und fand es wirklich cool, mehr über deren Einstellungen und Lebensweisen zu hören. Allerdings erreichte mich an diesem Abend das erste Mal das Gefühl, als Frau nicht gleichgestellt zu sein. Nachdem mitten in der Nacht noch zwei Typen (die scheinbar auch dann erst eingecheckt hatten) super betrunken unseren Dorm fast auseinander nahmen, entschied ich mich am nächsten Morgen doch lieber früher zurück nach Muizenberg zurückzukehren. Außerdem hatte ich nicht mehr so viel Geld dabei (da ich meine EC-Karte aus Sicherheitsgründen in Muizenberg gelassen hatte) und die Weintour, die ich eigentlich für den nächsten Tag geplant hatte, hatte sich erledigt. Ich erkundete aber noch den Campus der wunderschönen Stellenbosch University sowie den Botanischen Garten und hatte ein mega leckeres Mittagessen, bevor ich mich auf den Rückweg begab. Der Zug war diesmal sogar pünktlich, sodass ich Muizenberg am späten Nachmittag erreichte. Eine Dusche und ein zweistündiger Nap waren göttlich, bevor wir einen dieser wundervollen Hotelabende hatten, die ich so liebe – Billiard spielen, Bier trinken, quatschen. Nach Muizenberg ins African Soul Surfer zu gehen hat sich mal wieder als allerbeste Entscheidung herausgestellt!

Am Dienstag verbrachte ich einen wunderbaren Nachmittag, nachdem ich am Morgen an der Kaffeebar gearbeitet hatte. Eigentlich wollte ich mit Matt, einem Einheimischen aus der Gegend, in der Mittagspause surfen gehen – das graue Wetter und die schlechten Wellen machten uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Deshalb entschieden wir uns, einen Spaziergang nach St. James zu machen, wo wir eine Stunde lang einfach nur am Meer saßen und uns unterhalten. Das ist eine der Sachen, die ich am Reisen so sehr liebe – Leute kennenzulernen, die einem so ähnlich ist und mit denen man sich so verbunden fühlt, auch wenn man sich erst seit ein paar Tagen kennt.

Anschließend machte ich einen Lauf von Muizenberg nach Fish Hoek – direkt am Meer lang – bevor ich abends, während es draußen stark stürmte und langsam dunkel wurde, am Yogakurs im Kerzenschein teilnahm. Den Dienstag haben wir, wie jede Woche, beim Open Mic-Abend in der Striped Horse-Bar gegenüber ausklingen lassen. Es war so schön – mögen diese Erinnerungen nie verblassen!

Zwei Wochen bleiben mir nun noch hier, bevor ich in der letzten Woche vor dem Rückflug einen Roadtrip durch die Garden Route machen möchte. Die Zeit rast – aber ich genieße jeden Moment so sehr es nur geht.

Seinem Herzen zu folgen ist immer der richtige Weg!

Lasst es euch gut gehen und genießt das Leben ❤

Kira

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Toller Beitrag. Tolle Bilder. Top😀❤️!
    Danke für diesen schönen Beitrag😀

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    1. Kira sagt:

      ich danke dir, liebe Felia! 🙂

      Gefällt 1 Person

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