Pure Lebenslust

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1. Januar 2017: Während ich durch die beschlagenen Scheiben des Busses schaue und die ersten Sonnenstrahlen des Jahres bewundere, gehen mir die Fragen aus Lauras Podcast nicht mehr aus dem Kopf: Was möchte ich für ein Mensch sein? Wie stelle ich mich mir vor, wenn ich mich nicht von Sorgen und Zweifeln klein machen lasse, sondern in Fülle lebe? Wo bin ich dann? Was mache ich?

Ich nehme mein Notizbuch heraus und fange an zu schreiben. „Es ist Sommer, ich sehe mich lachend in meinem geblümten Sommerkleid. Voller Leichtigkeit tanze ich herum. Ich reise. Ich lerne neue Dinge. Ich lebe.“

26. Juni 2017: Es ist schon fast Mitternacht, als ich von einem Freund zu meiner alten WG in Dresden laufe. In meinen Ohren klingt Despacito und auf einmal ist mir nach Tanzen. Ich laufe durch eine kleine Gasse und fange an, mich zu drehen. Ich bin voller Lebensfreude und plötzlich fällt mir auf: du bist genau dort angekommen, wo du dich gesehen hast. Du bist dieses Mädchen, das gerade voller Leichtigkeit durchs Leben geht, den Sommer genießt und tanzt – tanzt, egal, was alle anderen denken.

28. Juni 2017: Nach nur 5 Stunden Schlaf wache ich um 6:24 Uhr, genau eine Minute vor meinem Wecker auf. Die Sonne strahlt und ich bin unfassbar glücklich, in den Tag starten zu dürfen. Ich laufe von meiner alten Dresdner WG zum Bahnhof, um in den Bus nach Hamburg zu steigen. Im Bus schalte ich Musik an. Ich schaue aus dem Fenster – wiedermal. Auf einmal laufen mir die Tränen. Ich wundere mich kurz, was mich so emotional werden lässt, doch erkenne schnell, wie dankbar ich bin. Dankbar für diesen Sommer, dankbar auf mein Herz gehört zu haben, dankbar für dieses Leben.

Während der letzten drei Monate hatte ich schon öfters diese Momente, in denen ich mich so sehr mit mir selbst verbunden gefühlt habe und so, so, so glückselig war. Ich erinnere mich da an laue Sommerabende mit Freunden, an die ganzen Laufrunden, die ich drehen konnte, an das morgens auf dem Balkon sitzen, an das abends auf dem Balkon sitzen, an die vielen guten Bücher, die Musik und ans Tanzen – wie ich schon ein dutzend Mal einfach anfing zu tanzen. In der Wohnung, auf der Straße, plötzlich auch in Gegenwart anderer Menschen voller Inbrunst. Da sind keine Zweifel mehr, da ist keine Scham mehr, da ist nur noch Freude.

Ich bin so unendlich dankbar, diesen Sommer gerade verbringen zu dürfen. Einige Menschen mal wiederzusehen, die mir viel bedeuten, viele neue, aber auch bekannte Orte zu besuchen, Erinnerungen wieder erleben oder neu entstehen lassen, meinen Körper in den verschiedensten Art und Weisen bewegen zu können und das jeden Tag, regelmäßig baden zu gehen. Ich schaue mich im Spiegel an und sehe in das glückliche Gesicht eines Mädchens. Ich sehe die gebräunte Haut und die blonden, lockigen Haare, die den Sommer widerspiegeln. Ich sehe strahlende Augen und Vollkommenheit. Ich bin stolz. Ich bin stolz, auf jede Entscheidung und jedes Erlebnis und alles, was mich geprägt hat. Ich bin dankbar für jede Erfahrung, die mich dazu gebracht hat, meinem Inneren noch näher zu kommen und noch mehr zu wissen, was ich will. Ich bin dankbar für alles, was war und für alles, was ist. Ich gebe mir ein Versprechen: ich verspreche, dass ich alles geben werde, um nur noch auf mein Herz zu hören.

„Nothing can dim the light that shines from within“

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