You are the books you read 2.0

Gerade im Moment, wo ich weder einen festen Job habe, noch studiere, ist es für mich unglaublich wichtig, mir durch Bücher neues Wissen anzueignen und mich inspirieren zu lassen. Ich glaube, ich habe selten so viel Geld für Bücher ausgegeben, aber das ist es meiner Meinung nach absolut wert! Am Morgen, direkt nach dem Aufstehen 2-3 Seiten lesen lässt mich viel motivierter in den Tag starten. Wenn mein Stresslevel gerade mal etwas zu hoch ist, weil ich wie verkrampft seit Stunden vorm PC sitze und nicht an meine erhofften Infos komme, holt mich eine kurze Lesepause super wieder runter. Und es gibt sowieso nichts Schöneres, als den Tag abends auf der Terrasse mit einem guten Buch und einem Tee ausklingen zu lassen!

Gerade weil ich im Moment so viel lese und der festen Überzeugung bin, dass mich jedes Buch in seiner eigenen Art und Weise prägt, möchte ich die Erkenntnisse gern festhalten und dir einen Einblick in die Bücher geben, die mir in letzter Zeit so gut gefallen haben! Also, los geht’s… (den Link zu den Büchern findest du direkt auf dem Titel hinterlegt :))

Miracle Morning

Wir liefen gerade durch Bordeaux und ich wollte mir für die Woche am Meer noch ein zweites Buch kaufen, als mir dieses Buch in einem englischen Buchshop in die Hände fiel. Hatte ich doch vorher schon tausendmal nur Gutes darüber gehört, stand es schon ewig auf meiner „To read“-Liste. Allerdings hatte ich mir immer einen nicht allzu großen Mehrwert erhofft, da ich ja schon länger Morgenroutinen in meinen Alltag einbaue.
„It’s hard to find a book that changes your life“, stand auf dem Cover. „Klassisches Marketing“, dachte ich mir, doch der Rezensent sollte Recht behalten.

In diesem Buch geht es um sechs Gewohnheiten, die man jeden Morgen einbauen sollte, um produktiver, fokussierter und vor allem glücklicher, da stressfreier durch den Tag zu gehen. Allerdings enthält es nicht nur sechs konkrete Übungen für jeden Morgen, sondern auch das ganze Hintergrundwissen, das den Leser verstehen lässt, warum es Sinn macht, eine Stunde früher aufzustehen und sich die Zeit am Morgen zu gönnen.

Früher aufstehen klingt wie der pure Horror für dich? Ich verspreche dir: es lohnt sich! Seitdem ich das Buch gelesen habe, habe ich meinen morgendlichen Ablauf noch ein wenig ausgefeilt, und ich freue mich tatsächlich jeden Abend richtig, am nächsten Morgen früh aufzustehen. Selten bin ich so voller Energie in den Tag gestartet!

Hal Elrod, der Autor, erzählt von seiner persönlichen Geschichte und schafft es trotzdem, auf jeden einzelnen Leser individuell einzugehen. Dabei kommt es einem nicht vor wie ein „Weltverbesserer-Buch“, sondern macht einem auf eine sympathische Art und Weise deutlich, weshalb manche Menschen so viel glücklicher und erfolgreicher durch ihren Tag gehen als Andere.

Für jeden, der morgens nicht richtig in die Gänge kommt und auf Motivation durch seinen 2843. Kaffee hofft, ist das Buch ein absolutes Must-read! Aber auch für alle die, die ein bisschen mehr Zeit für sich finden möchten und fokussierter an ihren Zielen arbeiten wollen, kann ich dieses Buch nur absolut empfehlen! Lies es! 🙂

The Four Agreements

In „The Four Agreements“, oder auch „Die vier Versprechen“, erläutert Don Miguel Ruiz die vier Prinzipien, die unser Leben einfacher und vor allem besser machen. Er erklärt am Anfang, wie die Glaubenssätze unserer westlichen Gesellschaft, die für uns so selbstverständlich sind, unser Leben und unser Miteinander erschweren und unsere persönliche Freiheit nehmen. Dann bezieht er sich auf den Stamm der Toltecs, die eine andere Form der Kommunikation und Lebensansicht pflegen. Er beschreibt, wie folgende vier Versprechen uns selbst und unsere Beziehungen zu Anderen in einem enormen Ausmaß verbessern können: 1. Sei tadellos mit deinem Wort! 2. Nimm nichts persönlich! 3. Triff keine Annahmen! 4. Gib stets dein Bestes!

Dieses Buch bringt prägnant auf den Punkt, wie sehr wir unser Leben durch unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit (die immer nur Interpretation und nie die objektive Realität ist) erschweren, und wie sehr wir davon profitieren können, unsere Gedanken regelmäßig zu hinterfragen. Gerade wenn du vielleicht auch zu oft Aussagen oder Taten anderer Menschen als negativ interpretierst oder auf dich beziehst, ist dieses Buch unglaublich hilfreich, diese Denkmuster zu durchbrechen! Dieses Buch ist auf jeden Fall eins derjenigen, die ich noch mindestens ein zweites Mal lesen werde…

The Alchemist

Es war der 8. Mai 2017 und ich lief mit ein paar Anderen durch das südafrikanische Örtchen Kalk Bay, als wir uns entschieden, einen kurzen Abstecher in einen kleinen Buchladen zu machen. Etwa zwei Wochen vorher stand ich schon einmal an genau der gleichen Stelle und hatte „The Alchemist“ in der Hand, entschied mich dann aber, es nicht zu kaufen, da ich für die Zeit in Südafrika ja eigentlich genug Bücher mitgenommen hatte. Nun, da ich schon wieder das gleiche Buch in der Hand hielt und die ersten Seiten nur so verschlang, entschied ich mich, dieses Buch, über das ich vorher nur Gutes in Lauras Podcast gehört hatte, mitzunehmen und mir selbst als kleines Geschenk zum Geburtstag, der am nächsten Tag sein sollte, zu schenken.

Eigentlich wollten wir an diesem Tag einen kleinen Roadtrip zum Cape of Good Hope machen, aber irgendwie fühlte ich mich ausgelaugt und sehnte mich nach ein bisschen Zeit allein, sodass ich kurzerhand beschlossen, den Nachmittag mit meinem neuen Buch zu verbringen.

Das Buch erzählt die Geschichte eines spanischen Jungen, der schon seit Jahren als Hirte mit seinen Schafen lebt, und sich nach der großen weiten Welt sehnt. Er beschließt kurzerhand, die Schafherde zurückzulassen und begibt sich auf eine lange Reise, die ihn über eine Wahrsagerin, zu einem weisen Mann nach Andalusien bringt, wo ihn neben anfänglichen großen Zweifeln am Ende der Weg zu seinem größten Glück einleuchtet.

Dieses Buch enthält so viel inspirierende Ansätze, dass ich es nach einem ersten Mal Lesen in Südafrika vor gut einem Monat hier in Deutschland noch einmal gelesen habe. Es spendet so viel Mut und hat mir unglaublich geholfen, mich auf den Weg meines persönlichen Glücks zu trauen. „Do what is right, not what is easy“ fasst dieses Buch ziemlich gut zusammen.

Das Kind in dir muss Heimat finden

Ich hatte schon öfters von diesem Buch in der Community von Laura Seilers Spiritual Sunday gelesen, als ich vor gut drei Wochen am Heidelberger Bahnhof stand und auf meinen Bus wartete, der mich für fast zwei Wochen in die Heimat fuhr. „Zuhause, da brauch ich was zum Lesen“, dachte ich mir und hatte fast im selben Gedankenzug dieses Buch im Kopf. Also lief ich noch schnurstracks in den Buchshop am Bahnhof, bevor es mit dem Bus losging. Schon im Bus hatte ich eigentlich noch zehn Seiten von dem Alchemisten zu lesen, war aber so neugierig auf mein neues Buch, sodass ich sie fast verschlang, um möglichst schnell meine neue Errungenschaft in den Händen zu halten.

Das Buch hat knappe 300 Seiten und trotzdem hatte ich es in gut fünf Tagen durch. Jede freie Minute nutzte ich, um weiter voran zu kommen.

Stefanie Stahl beschreibt auf eine extrem gut nachvollziehbare Art und Weise, wie unser heutiges Handeln, unsere Streits und unsere Ängste aus den Erfahrungen resultieren, die wir als (Klein-)Kind gemacht haben. Sie erklärt anhand konkreter Situationen, wie sehr uns bestimmte Glaubenssätze, die wir als Kind aufgenommen haben, in Konfliktsituationen bringen und wie oft wir uns eigentlich kleiner zeigen als wir sind, nur weil wir uns nicht bewusst sind, dass uns gerade die Stimme des Schattenkindes (der Part in uns, der alle negativen Glaubenssätze und daraus resultierende Ängste sammelt), eingeholt hat. Sie zeigt Wege auf, wie wir öfter in Einklang mit unserem Sonnenkind (also dem fröhlichen Part in uns) handeln und wie wir es schaffen, die ängstliche Stimme des Schattenkindes leiser werden zu lassen.

Dieses Buch hat mir unglaublich gute Erkenntnisse über mich selbst, aber auch die Menschen in meinem Umfeld gegeben. So oft habe ich Situationen wieder erkannt und konnte nun auch selbst viel reflektierter damit umgehen, weil ich sie anders deuten konnte.

Für jeden, der seine eigenen Sorgen und Ängste ein bisschen besser verstehen möchte, aber auch toleranter im Umgang mit Anderen werden möchte, kann ich dieses Buch absolut nur empfehlen. Ich finde ja generell, dass wir uns selbst nie gut genug kennen können und auf dem Weg zu einem wundervollen Gefühl von Selbstannahme und Selbstliebe bringt dieses Buch einen wirklich voran! Lies es! 🙂

I thought it was just me (but it isn’t)

Brené Brown begleitet mich schon seit vier Jahren. Ihre Bücher über Verletzlichkeit, Scham und Selbstliebe sind stets wissenschaftlich fundiert sind und trotzdem überhaupt nicht trocken zu lesen.

„I thought it was just me (but it isn’t)“ bekam ich von meiner besten Freundin vor meiner Südafrikareise zugeschickt. Ehrlicher Weise muss ich gestehen, dass ich mich am Anfang etwas zwingen musste, es zu lesen, weil es mich manchmal mit unschönen Erinnerungen an Situationen, in denen ich mich sehr geschämt habe, konfrontiert hat. Vielleicht war, als ich es angefangen habe zu lesen, aber auch gerade einfach nicht der richtige Zeitpunkt, es zu lesen. Ich nahm mir also erstmal ein anderes Buch vor und kam dann am Ende meiner Reise wieder zurück zu diesem Buch. Dieses Mal lies es sich viel besser für mich und ich konnte viel mehr mit den Inhalten anfangen.

Scham ist ja (leider) ein noch ziemlich rar erforschtes und wenig publik gemachtes Thema – wahrscheinlich, weil sich so viele Menschen schämen, über Scham zu sprechen. Nur selten wird uns klar, dass uns in einer Situation die Scham überfallen hat, und nur sehr ungern geben wir das zu. Dabei ist es doch das „Reaching out“, das Austauschen mit uns nahestehenden Personen über Ängste und Verletzlichkeit, das unsere Bindungen so viel tiefer und wertvoller werden lässt.

Brené Brown findet einen wundervollen Weg, den Leser öfter sein Schamgefühl erkennen und reflektieren zu lassen und ergänzt dieses Wissen mit vielen hilfreichen Tipps, wie wir mehr Scham annehmen anstatt bekämpfen können. Auch dieses Buch hat mir geholfen, mich selber besser zu verstehen, anzunehmen und damit auch zu lieben. Daher: lies es! 🙂

Hygge

Gerade kam der Postbote und brachte mir meine neue Errungenschaft: das (mittlerweile so bekannte) Buch über das positive dänische Lebensgefühl. Ich bin ganz gespannt und freue mich jetzt schon, heute Abend im Bett zu liegen und mich in eine andere Kultur reinzuträumen… Du wirst sicher darüber lesen 🙂

Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Empfehlungen neue Anreize setzen konnte, und du vielleicht sogar eins davon lesen wirst! Welche Bücher inspirieren dich im Moment am Meisten? Ich freue mich über jeden Tipp von dir! 🙂

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