Lass deine Angst los

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Da ist es wieder. Dieses Gefühl. Mein Bauch, der sich zusammenzieht, meine Angespanntheit – ich kann nicht dankbar sein, ich kann mich nicht freuen. Ich werde pampig. Kann mich selbst nicht verstehen. „Was geht hier gerade vor sich? Warum ausgerechnet jetzt?“

Dieser Blog ist über das Glück. Über die kleinen Dinge im Leben, für die ich so dankbar bin und über meine Weiterentwicklung. Glück ist ein wunderbarer Zustand!
Zum Glück, und zu unserer persönlichen Weiterentwicklung, gehören allerdings auch negative Momente. Emotionen wie Erschöpfung, Wut, Angst. Selbst in der Positiven Psychologie, die sich ja auf Glück & einen positiven Zustand fokussiert, wird stark betont, dass es positive Emotionen nicht ohne negative gibt. Es muss eine Balance herrschen. Yin & Yang…

Aber wer mag ihn schon? Diesen Zustand, in dem man alles blöd findet. In dem man kein Licht am Ende des Tunnels sieht. Oder in dem man sich fragt, warum das Leben einem jetzt so eine Herausforderung geben muss?

Ich würde von mir behaupten, dass ich ein ziemlich dankbarer und positiver Mensch bin. Das war allerdings nicht immer so, und es gibt einen Bereich in meinem Leben, an dem ich immer wieder zu knabbern habe. Ein Bereich, der mich auch jetzt wieder vor eine Herausforderung stellt.

„Das Leben gibt dir so oft die gleiche Aufgabe, bis du sie löst.“

Lange war es kein Thema für mich, das Thema Beziehung. Nachdem mich dieses eigentlich wunderbares Konstrukt in meiner Jugend schon manchmal stark beschäftigt hat, war ich die letzten drei Jahre erstmal für mich. Ich wollte mich auf mich fokussieren, auf meine eigenen Ziele, und so richtig einlassen konnte ich mich auch nie.
Dieses Jahr kam dann jedoch ein wundervoller Mensch in mein Leben und zunächst war ich unendlich glücklich.

Doch jetzt ist sie wieder da: die Angst. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo sie herkommt, und noch weniger weiß ich, wie ich sie „besiegen“ kann. Ich kann sie nicht mal genau definieren, geschweige denn sagen, wovor ich wirklich Angst habe. Manchmal denke ich, dass ich einfach Angst habe, mich zu binden, weil ich dann meine Unabhängigkeit hergebe. Dann wieder denke ich, dass ich vielleicht einfach nicht für das Konstrukt Fernbeziehung gemacht bin und mich schützen möchte vor zu vielen traurigen Emotionen. So sehr ich mich auch selbst reflektiere, ich weiß einfach nicht, was in mir los ist.

Eins weiß ich jedoch: diese Angst, die möchte ich loslassen. So oft habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt zu kämpfen, und das harte Zeiten oft die schönsten Gefühle hervorrufen.

Doch was mache ich nun, solange die Angst noch mein Begleiter ist?

  • Ich versuche eine „Neutraler Beobachter“-Rolle einzunehmen. Jedes Mal, wenn mir die Angst versucht einzureden, dass das Problem doch gelöst ist, wenn ich die Beziehung beende und einfach weglaufe, dann setze ich mich neben sie, und erkläre ihr, dass mir das viel zu wichtig ist, um es einfach aufzugeben. Dass ich weiß, dass sie nur nach einer möglichst einfachen Lösung sucht, aber dass das eben nicht der Weg ist, der mich glücklich macht. Ich versuche zu beobachten, in welcher Form die Angst hochkommt & welche Glaubenssätze sie mir vermitteln will, und nehme diese wahr, schreibe sie auf. So erkenne ich Muster und kann das nächste Mal neutraler handeln.
  • Ich versuche mir selbst so viel Gutes wie möglich zu tun. In Momenten der Angst kommen natürlich auch andere Baustellen wieder auf. Plötzlich ist mein Essverhalten wieder komisch, oder ich mache mir selbst Vorwürfe für Kleinigkeiten, die eigentlich gar nicht schlimm sind. Daher versuche ich einfach empathisch mit mir umzugehen, ich gönne mir „Quality time“ mit mir selbst und versuche mit Menschen darüber zu reden, denen ich diese Angst anvertrauen mag. Vielleicht haben diese auch noch einen anderen Ansatz, auf den ich noch gar nicht gekommen bin!
  • Ich übe mich in Geduld. Als ungefähr ungeduldigster Mensch der Welt ist das zwar nicht unbedingt meine leichteste Aufgabe, aber ich weiß, dass es eben nicht von heute auf morgen besser wird, sondern dass es ein Prozess ist, den ich liebevoll begleiten muss, damit er erfolgreich ist.
  • Um geduldiger in der „Neutraler Beobachter“-Rolle bleiben zu können, setze ich mir ein Zeitlimit. Ein Zeitlimit, was nicht dazu führt, dass ich die Beziehung beende, sobald es abgelaufen ist, sondern ein Zeitlimit bis wohin ich einfach nur beobachte, was in und mit mir passiert, um dann Schlüsse daraus zu ziehen und mir einen Plan zu erstellen, wie ich in Zukunft mit dieser Angst umgehen möchte.
  • „The secret of change is to focus all of your energy. Not on fighting the old, but on building the new“ (Socrates): anstatt mir ständig Vorwürfe zu machen, warum ich denn so „spinne“, überlege ich mir Strategien, wie ich in Zukunft mit einem Angstausbruch umgehen möchte. Ich schreibe einen Notfallplan auf mit Aktivitäten, die mir helfen, um wieder zu meinem liebevollen Ich zurückzukehren.

Vielleicht kennst du ja diese Momente, in denen dich die Angst überfällt. Das müssen natürlich keine Beziehungen sein, sondern können auch andere Alltagsbereiche wie die berufliche Zukunft oder einfach konkrete Situationen wie zum Beispiel Autofahren sein.
Wie gehst du in diesen Momente mit deiner Angst um, und was hilft dir, dich von ihr zu lösen?

Ich freue mich, von deinen Erfahrungen und Inspirationen zu hören!

Ich schicke dir Liebe aus London, du bist wundervoll!

Deine Kira ❤

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