Ein Tag am Meer

Ich erwische mich oft dabei, zu wenig Pausen zu machen. Seit einem Monat studiere ich ja nun schon in London und ehrlich, ich liebe dieses Studium! Ich studiere hier einen Mix aus Positiver Psychologie und Coaching Psychologie und es macht mir einfach so viel Freude! Daher ist meine Motivation auch ganz groß, und meistens sitze ich morgens schon früh am Schreibtisch und dann für Stunden, bis ich irgendwann einfach keine Konzentration mehr habe.

Ich liebe diesen Zustand! Ich glaube, dass dies eine Art Flow für mich ist. Allerdings merke ich auch, wie gut mir regelmäßige Pausen tun. Wenn ich alle zwei Stunden mal den Schreibtisch Schreibtisch sein lasse und etwas tue, was mir gut tut, sei es etwas Leckeres zu kochen, zu meditieren, eine Runde spazieren zu gehen, was auch immer: ich gehe danach mit doppelt so viel Energie an den Schreibtisch zurück. Daher versuche ich jetzt bewusst regelmäßige Pausen einzubauen und mir immer wieder etwas Gutes zu tun.

Schon bevor ich nach England gezogen bin, wusste ich, dass mich meine liebe Freundin Mimi besuchen wird. Wir haben uns total gefreut und schon im Voraus geplant, mal einen Abstecher in einen anderen Teil von England zu machen, um auch außerhalb von London ein bisschen britische Lebensweise zu entdecken. Recht schnell kamen wir auf einen Nenner: wir wollten ans Meer. Meer tut immer gut! Und so war die Vorfreude riesig.

Am Montag, nachdem Mimi bereits eine Nacht hier war, überkam mich plötzlich das schlechte Gewissen: so viel Stoff zum Lesen, so viel organisatorischer Krempel im Kopf. „Darf ich mir so einen Tag Pause gerade überhaupt leisten? Es ist Dienstag… muss ich da nicht eigentlich produktiv sein?“ Zum Glück war die Lust aufs Meer größer als die Zweifel in meinem Kopf und so ging es Dienstag Vormittag für uns los.

Wir stiegen in den Zug, und von London nach Brighton ist es nur eine gute Stunde. Am Mittag kamen wir also in Brighton an und nach einem kurzen Zwischenstop in einem Buchladen liefen wir direkt zum Meer. Ach, war die Luft herrlich! Auch Brighton als Stadt hat uns direkt super gut gefallen.

Am Nachmittag, als Mimi einen kleinen Mittagsschlaf hielt, entschied ich mich ein bisschen mehr von der Stadt zu erkunden und machte noch einen Strandspaziergang, direkt am Meer entlang. Ich war so glücklich, und dieser kleine Ortswechsel tat mir richtig gut! Abends waren wir dann noch in einem typisch britischen Pub und haben super guten Pie gegessen (wonach mir allerdings ein bisschen schlecht war, an das fettige Essen hier kann ich mich noch nicht so gewöhnen), liefen danach noch am Pier entlang, erzählten uns Geschichten aus unserer Jugend, in der wir beide mal eine Sprachreise an die englische Küste gemacht hatten, und holten uns von unserem letzten Bargeld ein bisschen Naschkram.

Einfach mal die Seele baumeln lassen, einfach mal alle guten Ernährungsvorsätze Vorsätze sein lassen, einfach mal das Handyinternet ausgeschaltet lassen – das tat mir richtig gut! Ich bin so froh, meinem inneren Kritiker die Stirn geboten zu haben.
Und als wir dann gestern wieder in London ankamen, habe ich mich auch richtig gefreut, wieder produktiv zu sein, wieder meine eigene, gesunde Küche zu haben, wieder vor meinen Büchern zu sitzen.

Eine kleine, energiespendende Pause ab und an macht glücklich und glücklich sein dürfen wir uns immer leisten 🙂

Hier ein paar Eindrücke aus dem schönen Brighton (ich war definitiv nicht das letzte Mal dort!):

Brighton hat super viele kleine süße Cafés und Restaurant, wir waren im Bona Foodie für eine Suppe und Tee und abends im Pub Camelford Arms, beides eine absolute Empfehlung! Frühstück gab es im Nowhere Man (super gute Pancakes) und dann haben wir noch einen dieser süßen kleinen Schmökersupermärkte gefunden! Kulinarisch also das absolute Paradies. Wenn du mal in England bist, lass dir das nicht entgehen!

Welcher ist der Ort, an dem deine Seele zur Ruhe findet?

Ich hoffe, es geht dir wundervoll ❤

deine Kira

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. * it´s Brighton after all …*

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