Wie Geld glücklich macht

„Wie Geld glücklich macht“. Offensichtlich, denkst du jetzt? Für mich nicht so wirklich, denn ich glaube daran, dass viele Menschen eine sehr missgünstige Einstellung zum Thema Geld und Konsumieren haben. Ich habe schon lange geplant, mal darüber zu schreiben, und nachdem ich heute einen wundervollen Ted Talk gesehen habe, auf den ich später zurückkommen werde, musste ich das Thema jetzt einfach anschneiden. Wir verbringen so viel Zeit damit, uns Dinge zu kaufen, die uns vermeintlich glücklich machen, um uns dann ein paar Tage später darüber den Kopf zu zerbrechen, wie wir bis zum Ende des Monats kommen. Macht das glücklich? Nein!

Ich hatte lange Zeit eine sehr contraproduktive Einstellung zum Geld. Da ich, wie hier angeschnitten, zu Zeiten meines Bachelors in Dresden sehr auf Sparflamme gelebt habe und ständig darüber nachdenken musste, was ich mir leisten konnte, habe ich sehr ungesunde Glaubensmuster zum Geld entwickelt. Aber auch schon vorher, in meiner Jugend, habe ich meines jetzigen Erachtens nach Geld für die falschen Dinge ausgegeben: Klamotten, Feiern gehen, kurzfristige materielle Belohnungen. Ich möchte mir das gar nicht vorwerfen, denn ich glaube, dass es uns in unserer Gesellschaft oft so vorgelebt wird, und doch bin ich froh, dass ich dann zwischendurch diese Phase hatte, in der ich seeeehr stark darüber nachdenken musste, ob mir bestimmte Sachen es wirklich wert sind, dafür beim Lebensmitteleinkauf sparen zu müssen. Das war keine einfache, und erst recht keine schöne Zeit (zumindest auf das Thema Geld bezogen), aber es hat mir viel gebracht.

Als ich dann in Hamburg meinen ersten richtigen Job anfing und das erste Mal mein eigenes „richtiges“ Gehalt bekam, habe ich mich natürlich erstmal gefreut, mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben. Trotzdem hatten mich die Erfahrungen der letzten Jahre geformt und ich wusste nun, dass es ganz andere Dinge gibt, in die ich investieren möchte: Reisen, um neue Orte und Kulturen zu entdecken und meinen Horizont zu erweitern; Bücher, um mich inspirieren zu lassen; gemeinsame Unternehmungen mit Freunden, die mir lang in Erinnerung bleiben; und gesundes, frisches Essen, denn das war mir schon immer wichtig. Es ging nun mehr darum, langfristig von den Ausgaben zu zehren, anstatt mir das 10. Oberteil zu kaufen, das dann nur im Schrank rumflattert.

Natürlich hört sich das jetzt sehr extrem an, und ich möchte auch unbedingt betonen, dass das nicht heißt, dass man sich nicht auch mal ein neues Kleidungsstück oder einen Drink leisten kann. Ich finde nur, dass es gesund ist, ein Bewusstsein dafür zu haben, welche Dinge einem wirklich gut tun, anstatt die kurzfristige Belohnung zu suchen. Wie bei allem ist es natürlich die Balance: wenn man nun anfängt, sich über jede kleinste Anschaffung den Kopf zu zerbrechen, dann kann das auch schädigend sein. Aber ihr wisst was ich meine, es geht ums Grundprinzip 🙂

Als ich mich dann heute auf meine Univorlesungen am Wochenende vorbereitet habe, bin ich auf den Ted Talk von Michael Norton (hier findest du die deutsche Übersetzung) gestoßen. Ich finde seinen Vortrag so inspirierend und glaube fest an das, was er sagt: wenn wir anfangen, unser Geld nicht nur für uns auszugeben, sondern auch den Leuten um uns herum mal eine kleine Freude zu machen oder einen gewissen Teil zu spenden, dann macht uns das noch glücklicher. Und ich glaube in diesem Fall auch fest an das Gesetz der Anziehung, dass das, was wir aussenden, mindestens genauso wieder zu uns zurückkommt. Meine beste Freundin Lena ist für mich da ein wundervolles Beispiel: sie schickt ihren Freunden gern mal ein Paket oder kauft ihnen eine kleine Aufmerksamkeit, und macht damit nicht nur die Menschen sehr glücklich, sondern ich habe auch das Gefühl, dass es sie glücklich macht, anderen eine Freude zu machen. Für mich eine wundervolle Inspiration!

Eine andere, sehr ergiebige Inspiration habe ich aus diesem Podcast von Laura Seiler gezogen. Vielleicht möchtest du dir den ja mal anhören!

Ich würde mich freuen, wenn du deine Gedanken zum Thema Geld mit mir teilst und mir Feedback gibst. 🙂

Hab einen wundervollen Montag!

Deine Kira ♥

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. vlbgyoga sagt:

    Mega schöner Beitrag, wie weit du bist!

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    1. Kira sagt:

      Danke für dein Feedback, Mario, das freut mich sehr zu hören! 🙂

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  2. Lea Christin sagt:

    Hey, ich bin gerade nachdem ich Jils neuen Blogpost gelesen habe durch deinen Kommentar auch auf deinen Blog gestoßen.. Ich finde die Themen über die du schreibst total ansprechend und du hast mich definitiv als neue Leserin dazu gewonnen.
    Den Podcast von Laura fand ich so gut und es ist einfach mal eine so schöne und gesunde Sicht auf Geld..
    Alles Liebe, Lea von http://leachristind.blogspot.com

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    1. Kira sagt:

      Liebe Lea, danke für dein Feedback, das freut mich so sehr zu hören! 🙂 Ich hoffe, du hast einen wundervollen Sonntag & ich freue mich auf mehr Austausch mit dir, wenn du magst! Alles Liebe, Kira

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