Vegan, Zuckerfrei, Labelling, pipapo

am

Hellooo und ein ganz herzliches Willkommen,

ich freue mich sehr, dass du trotz meiner ungeplant langen Abstinenz noch hier bist. Neben dem Umzug zurück nach Deutschland, zwei Reisen, einmal wieder London, standen in letzter Zeit enorm viele Uniabgaben an und ich hatte mich entschieden, den Fokus erstmal darauf zu legen, bevor ich hier Texte veröffentliche, die ich so zwischendurch schreibe, dass sie keinen richtigen Mehrwert liefen. Umso riesiger die Freude, dass du mir treu geblieben bist. 🙂

In den letzten Wochen hat sich viel getan. Ich bin wieder in Deutschland, in meiner Heimat angekommen, habe etliche Menschen wieder gesehen, die ich viel zu sehr vermisst habe, bin wieder in ein gewohntes Umfeld zurück und damit ein bisschen mehr in die Komfortzone – das habe ich echt gebraucht. Denn bei allem Selbstverwicklichungs- und Selbstoptimierungswahnsinn dürfen wir unsere Wurzeln nie vergessen.

Darüber möchte ich heute aber gar nicht schreiben, sondern über etwas Anderes, das mich in den letzten Wochen beschäftigt hat. Ernährung war schon immer ein großes Thema für mich, und wie du vielleicht weißt, nicht immer ein leichtes. Umso glücklicher und stolzer macht es mich, dass ich seit gut einem Jahr nun einen Weg gefunden habe, der sich so richtig anfühlt, dass ich mir gar nicht erklären kann, warum ich da nicht früher drauf gekommen bin. Aber alles hat ja seinen Grund. 🙂

Ich hatte vor fast zwei Jahren mal von meinen Anfängen des Veganismus hier berichtet und lange war das auch mein Schlüssel zum (fast vollständigen) Glück. Aber so 100% hat’s dann doch nicht gepasst, weil ich nach Jahren des Mir-Lebensmittel-Verbietens irgendwie keine Lust mehr hatte, mir bestimmte Lebensmittel grundsätzlich zu „untersagen“. So ein richtiges Untersagen war es, wie in dem letzten Blogpost geschildert, auch nicht, aber irgendwie wurde es dann teilweise doch mehr Grenzen setzen und irgendwie hat es sich nicht wie die richtige langfristige Lösung angefühlt. (Ich möchte dazu sagen, dass meine Schilderung sehr subjektiv ist und meine Situation eine durchaus andere als die anderer Veganer, und dass ich hier nur für mich spreche!)

Ich hatte ein bisschen Mangelerscheinungen, und war auf dem Weg in den Urlaub mit Hannah, als ich mir vornahm, mich wieder vorsichtig an Milchprodukte und ab und an mal Fisch ranzutasten. Ich wollte einfach mal sehen, wie es sich anfühlt, und wie es meinem Körper bekam. Lange Rede, kurzer Sinn: Es bekam ihm sehr gut und so hielt ich daran erstmal fest. Die Frage, die sich für mich stellte, war nämlich: was tut mir gut & auf was reagiert mein Körper am besten, und das sollte der Hauptbestandteil meiner Ernährung sein. Viel Obst, viel Gemüse, viel Unverarbeitetes, das war nie ein Thema zur Diskussion, denn den Schwung an Energie, den ich daraus ziehe, möchte ich nie mehr missen. Aber ab und an mal ein Frühstücksei, Quark oder Feta auf dem Salat taten mir gut und gaben mir ein angenehmeres Sättegefühl, und hielten mich vor allem länger satt. Mein Arzt hat nämlich festgestellt, dass ich möglicherweise eine reaktive Hypoglykämie habe, ausgelöst durch eine zu hohe Kohlenhydrat/Zuckerzufuhr und eine zu niedrige Fettzufuhr, und dann habe ich das mit dem vollkommenen High-Carb nochmal durchdacht. Es gibt Leute, die davon nur profitieren, aber in meiner Situation erschien es mir sinnvoll, auf meinen Körper zu hören.

Was ich eigentlich mit diesem Blogpost verdeutlichen möchte, ist, dass unser Körper ganz genau weiß, was und wann er was braucht, und dass wir vielleicht nicht zu oft Label auf uns selbst drücken sollten – ob wir nun vegan, vegetarisch, zuckerfrei, low-carb, whatever essen – sondern einfach mal unserem Wunderwerk Körper zuhören und ihm das geben, was er möchte. Seitdem ich das tue, habe ich so viel Energie noch nie, fühle mich so wohl in meinem Körper wie noch nie, & habe mir nie wieder Gedanken darüber gemacht, was ich in meiner Ernährung hoch- oder runterschrauben sollte.

Und so sehr ich auch dafür plädiere, dass jeder ganz individuell auf seinen Körper hören soll, möchte ich dir noch eine Inspiration mitgeben, die mir selbst nur Gutes gebracht hat: Jetzt im Sommer gibt es so eine unglaubliche Vielfalt an frischem Obst und Gemüse & das ist das Beste, was wir unserem Körper geben können. Wir brauchen keine Superfoods a lá Gojibeeren, Moringa, und so weiter, wenn wir einfach auf saisonales, frisches Obst und Gemüse setzen; unser Körper, unsere Haut, unsere Energie, unser ganzes Wohlbefinden wird es uns danken, so viel unverarbeitete Lebensmittel wie möglich zu uns zu nehmen. Ich hab jetzt ein paar Mal von morgens bis mittags nur rohes, frisches Obst gegessen und mich jedes Mal danach gefühlt, als wäre ich neugeboren. Wenn es draußen heiß ist, sind Beeren, Wassermelone, Ananas, Nektarinen, Kirschen das Beste was wir uns selbst tun können, und ganz nebenbei betreiben wir so ein bisschen Selfcare.

Aber das wichtigste ist: Hör auf deinen Körper. 🙂

Schicke ganz viel Sonne aus meinem persönlichen Paradies: der Terrasse meiner Eltern mit unbegrenztem Zugang zu der Obstschale in unserer Küche 😉

Alles Liebe,

deine Kira

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