Angekommen – oder doch nicht?

2,5 Monate ist es her, dass ich aus Spanien zurückkam, meine sieben Sachen im Haus meiner Eltern zusammenpackte und mich auf den Weg zurück nach Hamburg machte – mit dem Ziel hier endlich mal anzukommen. Seitdem ich Hamburg vor 1,5 Jahren verlassen hatte, war mir klar, dass ich irgendwann wieder hierher kommen wollte. Ich habe das Flair und den Charakter dieser Stadt schon seit ich ein kleines Kind war geliebt und habe mich hier immer pudelwohl gefühlt. Deshalb war es auch keine schwierige Entscheidung, wo es nach der Rückkehr aus London wieder hingehen sollte.

Die ersten zwei Monate zurück in Hamburg habe ich in einer Wohnung einer Bekannten zur Untermiete verbracht. Ich wusste jedoch, dass das nur eine Zwischenlösung ist, und deshalb konnte ich nie so richtig ankommen. Trotzdem hat die Zeit ziemlich viel Gutes mitgebracht – ich habe mir einen wundervollen Nebenjob auf dem Wochenmarkt gesucht und hatte ein bisschen mehr Zeit, mir ein neues Zuhause zu suchen.

Seit zwei Wochen wohne ich nun in meinem neuen Zuhause. Ich habe seit 3 Jahren das erste Mal wieder ein eigenes Zuhause mit eigenen Möbeln, unbefristetem Vertrag und einem Raum nur für mich. Genau das, wonach ich mich so lange gesehnt habe. Und es fühlt sich so gut an! Meine liebsten Momente sind, wenn ich abends mit dem Rad vom buddhistischen Zentrum, wo ich gern meditieren gehe, nach Hause radel, oder wenn ich dienstags auf dem Wochenmarkt mein Obst und Gemüse kaufen gehe, oder wenn ich von hier mit der Bahn zum Schwimmtraining fahre – das alles sind Dinge, die ich mir ewig vorgestellt habe und in meinem Leben haben wollte. Aktuell fühle ich mich ein bisschen lost, was meine berufliche Zukunft angeht – ich schreibe bis Anfang nächsten Jahres meine Masterarbeit und habe bisher keinen Schimmer, wie es danach weitergehen soll, aber das ist okay so. Neulich unterhielt ich mich mit einem alten Bekannten, und musste schmunzeln, als er meinte: „Ach Kira, meinst du so ein 9 to 5-Job ist was für dich? Du bist doch eher so ein Freigeist“. Ja, das stimmt. Ich bin ein ziemlicher Freigeist. Und wenn ich so zurückschaue, grenzt es für mich fast an ein Wunder, was ich mir alles aufbauen durfte, was ich in mein Leben ziehen durfte, einfach weil ich mich dem geöffnet habe und meinem Herzen gefolgt bin. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch jobmäßig passieren wird.

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