Erwachen

Sich wie ferngesteuert fühlen. Als ob ich nicht mehr in meinem eigenen Körper wäre. Als ob ich keine Daseins-Berechtigung hätte. Da ist so ein grauer Schleier über mir, all die Selbstbestimmung entzogen. Ich fühle mich wie eine Marionette. Eine Marionette wovon? Von meinen Ängsten?

Ich stürze mich in einen Aktionismus, der für kurze Zeit das Gefühl von Leere stumm stellt. Machen ist größer als Sein in diesem Moment, weil ich vor dem Sein so Angst habe.

Ich lerne viel über mich, halte Gefühle aus, lasse sie zu. Ich möchte nicht mehr gesteuert sein von Angst, möchte nicht mehr tun, nur um schwierige Gefühle auszuschalten. Ich möchte da sein mit den Gefühlen, sie eins mit mir werden lassen.

Dieser Teil gehört zu mir, er ist nicht die authentische Version von mir selbst, aber er hat seine vollkommene Berechtigung. Weil er mich irgendwann in meinem Leben mal geschützt hat, weil er mir geholfen hat auszuhalten.

Und doch bin ich jetzt weiter, bin umgeben von Liebe, von Wärme, von Geborgenheit. Es gibt keinen Grund mehr, die Emotion wegzudrücken, sie darf jetzt da sein. Ich bin nicht mehr allein. Ich bin Liebe.

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