Gemeinschaft

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Es ist Sonntag, 18 Uhr und ich bin wahnsinnig nervös. Mein Freund kündigt seit Tagen eine Überraschung für diesen Abend an und ich fühle mich einfach nicht gut heute. Habe mich in den letzten Tagen viel mit dem Tod von Robert Enke vor 10 Jahren beschäftigt und irgendwie nimmt mich das stärker mit als gedacht. Ich fühle mich nicht gut. Vor allem, weil ich nicht weiß, was an diesem Abend auf mich wartet.

Vier Stunden später liege ich überglücklich im Bett. Das hatte er mir auch schon vorher versprochen, aber ich wusste nicht so richtig, was es sein sollte. Nachdem ich in den letzten Wochen große Sehnsucht nach meinen engen Freunden hatte, durfte ich an diesem Wochenende genau das erleben, wonach ich mich so gesehnt hatte.

Es war Freitagabend, als das Wochenende startete und wir noch ganz schön aus der Puste von der Woche waren. Wir freuten uns nicht besonders drauf, und doch war der Tanzkurs, der an diesem Abend startete, der perfekte Einklang für das Wochenende voller wundervoller Freizeitmomente. Am Samstag besuchten wir erst meine Eltern, dann seine, und schließlich noch seine Oma. Ganz viel Gesellschaft, ganz viel Familie. Das, was mir die ganze Zeit, in der ich so weit von zuhause weg war, immer fehlte.

Und dieser Sonntag, der setzte dem Ganzen die Krone auf. Als es um 20 nach 6 endlich klingelte, ging ich so nervös wie noch nie die Treppen runter, um dann völlig überrascht eine meiner liebsten und längsten Freundinnen zu sehen, zusammen mit ihrem Freund, eigentlich über 100km weit weg wohnend. Ich freute mich riesig. Vor allem freue ich mich auch im Nachhinein so riesig, dass das jetzt „einfach mal so“ möglich ist. Der Abend brachte eine ganz besondere Message mit sich, so sehr, dass ich den ganzen folgenden Tag freudestrahlend durch die Gegend lief.

Für manche mag es das Normalste der Welt sein, nah bei seiner Familie und seinen Liebsten zu sein. Für mich ist es das ganz besondere Stück vom Glück. Weil diese Liebe und Freudschaft einfach viel mehr erfüllt als so vieles anderes. Weil ich jetzt sagen kann, dass wir dieses Leben zusammen leben. Das ist mein Resumee aus dem zweiten Halbjahr 2020: gemeinsam statt einsam. ❤

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