Umziehen & neu ankommen

Hallo ihr Lieben,

Wahnsinn, wie schnell die ersten 1,5 Monate dieses Jahres vergangen sind! Gefühlt war es erst gestern, als wir auf dem Ravensberg standen und mit Erdbeersekt, Wunderkerzen und Berliner auf das neue Jahr angestoßen haben. Ich bin richtig froh über den Beginn von 2020, denn irgendwie fühlt sich dieses Jahr leichter an als das Ende letzten Jahres.

Vielleicht liegt das daran, dass ich besser angekommen bin. Ich habe festgestellt, dass es mich immer erstmal ein paar schwerere Monate kostet, bis ich mit Freude in einem neuen Zuhause ankomme. So war das die letzten paar Umzüge, und oft habe ich mich da ein bisschen verloren gefühlt. Deshalb möchte ich gern mit euch teilen, wie es mir erging und was mir beim Ankommen im neuen Zuhause geholfen hat.

Wenn ich mich an meine Umzüge in den letzten 5 Jahren erinnere, und das waren ganze 7 Stück, dann erinnere ich mich daran, dass die ersten Wochen oder Monate oft erstmal mental schwierig für mich waren. Da war so ein Gefühl von Noch-nicht-so-richtig-Dazugehören, es fehlte ein bekannter Ort, ein Rückzugs- oder Wohlfühlort. Solange ich noch nicht wirklich jemanden um mich hatte, der mir nahe stand, und ein bisschen orientierungslos durch den Alltag lief, ging es mir einfach nicht so gut. Vielleicht mag meine Hochsensibilität, durch die Veränderungen manchmal sehr anstrengend waren, dort eine Rolle spielen, aber ich habe auch gelernt, dass es okay ist, mir erstmal ein bisschen Zeit zu geben, um richtig anzukommen.

Der Beginn

Wenn ich also an einem neuen Ort ankam, bestanden die ersten Tage meist daraus, mich zu orientieren, mir Orte zu suchen, die ein Gefühl von Zuflucht, Vertrautheit, in mir auslösen. Ich finde, dass es immer gut war, meine Hobbys aufrechtzuerhalten – mir also einen Schwimmverein oder zumindest ein Schwimmbad zu suchen, und ein Yogastudio. Denn ich weiß, dass dadurch das Gefühl von Wohlfühlen verstärkt wird. Es tat mir außerdem gut, meinen Alltag so ein bisschen zu planen. Mir einen schönen Supermarkt um die Ecke zu suchen, in dem ich gern einkaufe oder einen Park, in dem ich regelmäßig eine Runde spazieren kann. Und es mir zuhause natürlich schön zu machen, sodass ich mich in den eigenen vier Wänden einfach wohlfühle.

Soziale Kontakte

Ich glaube, das Wichtigste für mich war immer, am neuen Ort schnell Menschen kennenzulernen, mit denen es sich vertraut und gut anfühlt. Ich bin absolut kein Mensch, der Small Talk mag und einen großen Bekanntenkreis braucht, sondern habe schon immer mehr Wert darauf gelegt, einen kleinen Kreis von Menschen um mich zu haben, denen ich mich anvertrauen kann, mit denen es eng und liebevoll ist. Wenn ich zurückschaue, habe ich mich meist dann angefangen an einem Ort so richtig einzuleben, wenn dort solche Beziehungen vorhanden waren. Ich bin, obwohl ich auch super gern allein bin, ein absolutes Sozialwesen und gebe mir viel Mühe, enge Kontakte zu pflegen. Sobald dieses Bedürfnis gestillt war, fühlte es sich im neuen Zuhause nicht mehr so fremd an.

Ein neuer Alltag

Genau wie ich es liebe zu reisen und flexibel zu sein, brauche ich in meinem Alltag eine gewisse Routine, einen inneren Ablauf, der mir mentale Stabilität gibt. Es war also immer von Vorteil, mir nach und nach eine gewisse Struktur in meinem Alltag zu erschaffen – mittwochs Schwimmtraining, donnerstags Yoga. Seitdem ich in meiner neuen, alten Heimat eine gewisse Routine geschaffen habe und ein wunderbares neues Hobby angefangen habe, geht es mir hier viel, viel besser.

Seit diesem Jahr ist es irgendwie anders als zuvor. Ich stehe nicht auf diese klassischen Neujahrsvorsätze, aber, wie auch in den letzten Jahren, habe ich mir, nachdem die ersten 3 Monate Eingewöhnungszeit vorbei waren, für dieses Jahr vorgenommen, wieder mehr zu erleben, aktiv rauszugehen, viel gemeinsame Zeit mit meinen engsten Freunden zu verbringen, von denen manche jetzt glücklicherweise so nah an mir wohnen wie nie zuvor, einfach mehr Momente zu erschaffen, in denen es mir richtig gut geht. Ich gehe montags schwimmen, dienstags zum Tanzkurs, der so viel Spaß bringt, und ab und an zum Yoga. Am Wochenende sehe ich fast immer einen oder mehrere von meinen liebsten Freunden. Ich war im Januar mit Papa und Jan im Stadion und wir haben so schöne Reisen für dieses Jahr geplant. Seitdem geht es mir wieder viel besser – und das ist ein Muster, dass es vorher auch schon immer gab. Sobald ich rausgehe und Momente schaffe, die mir gut tun, ist das Leben viel leichter. Ich bin dankbar dafür!

Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt, wenn ihr umgezogen seid? Fiel es euch leicht oder war es auch herausfordernd? Wie seid ihr damit umgegangen?

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende und freue mich, von euch zu lesen.

Kira ♥

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